Helium-Engpass 5.0: So bleibt Ihre Vakuum-Lecksuche einsatzbereit

Der globale Heliummarkt erlebt derzeit seine schwerste Versorgungsstörung. Die von QatarEnergy LNG betriebenen Heliumquellen in Ras Laffan (Katar) sowie die zugehörige Infrastruktur wurden im März 2026 zerstört, wodurch über Nacht 30–38 % des weltweiten Angebots wegfielen. Da die USA und Katar unter normalen Bedingungen mehr als 75 % der weltweiten Nachfrage decken, wird sich die Erholung nur langsam vollziehen – allein die Wiederherstellung der Kapazität in Ras Laffan könnte bis zu fünf Jahre dauern.
INFICON-Kunden sind direkt betroffen: Die industrielle Lecksuche fällt in die niedrigste Prioritätsstufe bei der Zuteilung, wodurch Lieferengpässe und Kostensteigerungen kurzfristig zur betrieblichen Realität werden. Formiergas – ein nicht brennbares Gemisch aus 5 % Wasserstoff in Stickstoff – bietet eine bewährte Alternative, die diese Abhängigkeit vollständig beseitigt.

Die Lösung: LDS3000 und Formiergas
Der LDS3000 ist ein massenspektrometrisches Lecksuchgerät, das in der Batteriefertigung, der Automobilindustrie, der Kälte- und Klimatechnik sowie in anderen industriellen Produktionsumgebungen eingesetzt wird. Er weist Prüfgase in geringen Konzentrationen nach und verbindet dabei schnelle Ansprechzeiten mit hoher Messempfindlichkeit.

Formiergas wird bei der Masse 2 (Wasserstoff) nachgewiesen, Helium dagegen bei Masse 4. Das hat eine wichtige Konsequenz: Wasserdampf in der Testumgebung dissoziiert im Massenspektrometer und erhöht das Wasserstoff-Untergrundsignal. Dieser Untergrund lässt sich kontrollieren – allerdings nur mit der richtigen Systemkonfiguration.
Optimierung der Empfindlichkeit mit EcoBoost
EcoBoost ist ein von INFICON entwickelter Betriebsmodus für den LDS3000, der den Wasserstoff-Untergrund während der Messung aktiv unterdrückt. Dabei werden Pumpgeschwindigkeit und Einlassbedingungen optimiert, um das H₂O-bedingte Signal zu reduzieren. Ohne aktivierten EcoBoost ist die Lecksuche mit Formiergas nicht praxistauglich. Die Aktivierung ist fester Bestandteil jeder Formiergas-Konfiguration.
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So rüsten Sie Ihr Prüfsystem auf Formiergas um
- Die Prüfkammer muss aus Edelstahl bestehen. Aluminium gast in einem Maß aus, das das Lecksignal überdeckt.
- Alle Kunststoff-, Elastomer- und Polymerbauteile müssen aus dem Kammerinneren entfernt werden.
- Die Vorpumpe muss über ausreichende Kapazität verfügen, um den niedrigen Vorvakuumdruck aufrechtzuerhalten, der für einen stabilen Sensorbetrieb erforderlich ist.

Der Ersatz ölgedichteter Vorpumpen durch trockenlaufende Alternativen beseitigt eine weitere Untergrundquelle: Kohlenwasserstoffdämpfe aus ölgedichteten Pumpen gelangen in die Ionenquelle und erhöhen das Signal bei Masse 2.
Interessiert an der Verwendung von Argon als Testgas? INFICON bietet auch den LDS Arnova an – das erste industrielle Lecksuchgerät, das wahlweise Umgebungsluft oder Argon in einer Vakuumkammer nutzen kann. Erfahren Sie mehr über diese innovative Lösung.


